|
BDSM
.... ist eine Abkürzung für mehrere englische Worte,
Bondage & Discipline (B&D) Domination & Submission (D&S) Sadism & Masochism (S&M)
Zu deutsch heisst das: Fesselung und Disziplin, Dominanz und Unterwerfung, Sadismus und Masochismus. In unseren Breiten werden diese Begriffe, die ein ziemliches Spektrum an sexuellen Praktiken abdecken, oft auf Sadomasochismus oder SM verkürzt. Sadomasochismus leitet sich von den beiden Namensgebern Donatien Alphonse Francois Marquis de Sade und Leopold von Sacher-Masoch ab, wobei sich die sadomasochistische Subkultur heute von ihren Namensgebern eher distanziert
Eine Definition, was BDSM denn nun eigentlich ist, fällt schwer. Der Begriff umfasst ein riesiges Spektrum an sexuellen Praktiken, ist nicht auf die Heterosexuellen oder Gays/Lesben beschränkt, und nicht alle BDSM`ler lassen sich auspeitschen, stechen anderen Nadeln durch die Brust oder laufen in Lack und Leder durchs Leben. Im Zusammenhang mit BDSM müssen Stereotype vergessen werden. Vielleicht lässt sich BDSM ganz gut mit Essen vergleichen: BDSM ist so verschieden wie die Küchen dieser Welt, und jedes Individuum hat seine eigenen Präferenzen, wenn`s um Spachteln geht.
Eines haben aber alle BDSM`ler gemeinsam, etwas, dass man vielleicht als Grundgesetz des BDSM bezeichnen könnte:
SSC
Safe, Sane & Consensual.
Sicher, gesund, einvernehmlich findet BDSM also statt, oder anders ausgedrückt:
Die Partner handeln aus freiem Willen, sie agieren einvernehmlich, bringen sich Vertrauen entgegen und sorgen dafür, dass bleibende physische oder psychische Schäden möglichst vermieden werden. Echte Vergewaltigung oder alltägliche Gewalt gegen Frauen und Männer hat im Bereich von BDSM keinen Platz
In einigen Staaten Europas ist BDSM immer noch mit den Sanktionen des Strafrechts bewehrt. BDSM`ler werden oftmals wegen ihrer sexuellen Vorlieben abgelehnt und mit Vorurteilen überschüttet. Niemand wird gezwungen, das zu mögen oder zu tun, was wir tun. Wir fordern aber den gleichen Respekt ein, den auch wir anderen Formen der Sexualität entgegenbringen. Die persönliche Sexualität eines Menschen ist durch die EMRK (Europäische Menschenrechtskommission) sowie alle Verfassungen Europas garantiert.
Genauso wie Homosexuelle oder Heteros haben auch Sadomasochisten ein Recht, ihre Sexualität auszuleben. Eine Beschränkung dieses Rechtes kann es nur dort geben, wo es mit anderen Grundrechten kollidiert. Straftaten wie Kindesmissbrauch, Vergewaltigung, Verschleppung, Zwang zur Prostitution werden von uns verurteilt.
Leather Pride Flag Das Design der Leather Pride Flagge stammt von Dr. Anthony DeBlase (gestorben 21.7.2000) und wurde erstmalig 1989 beim Mr. Leather Wettbewerb in Chicago vorgestellt. Seitdem hat es sich zu einem weit verbreiteten Symbol in der Szene entwickelt.
 DeBlase wollte, dass es diverse Interpretationen der Symbolik der Flagge gibt. Eine der geläufigsten stammt von Stacey, Ms. National Leather Association International 1996: "Das rote Herz steht für die Liebe, der weiße Streifen für die Reinheit einer offenen, ehrlichen und einvernehmlichen Beziehung, die schwarzen Streifen für Leder und die blauen für Denim (Jeansstoff) - beides Materialien, die in der Szene gerne getragen werden". Die Flagge ist mittlerweile auch in der heterosexuellen BDSM-Szene stark verbreitet.
Für den nächsten Club-Besuch ... damit nichts schief geht ;-)) Hanky-Code Hankycodes (vom Englischen: hanky = Taschentuch) dienen in der SM-Szene als Erkennungszeichen für die unterschiedlichen Vorlieben und Neigungen von SadomasochistInnen. Ihr Ursprung liegt in der amerikanischen Schwulenbewegung und ist auf den englischen Sexualforscher Havelock Ellis zurückzuführen, der in seinem Buch "Sexual Inversion" bereits 1897 das Tragen roter Tücher durch Schwule beschrieb. Dies setzte sich vor allem in den USA immer weiter durch, da diese roten Tücher eine Identifizierungsrolle für die Schwulen bekamen und es natürlich auch erleichterten, Gleichgesinnte als solche zu erkennen. Da sich die SM-Szene zuerst in der Schwulenszene entwickelte, übernahm man die Tücher und gab ihnen verschiedene Farben, um so den unterschiedlichen Ausprägungen sadomasochistischer Sexualität Ausdruck zu verleihen. Heute werden diese Tücher auch in der heterosexuellen, bzw. in der lesbischen SM-Szene verwendet. Bei den verschiedenen Farben gibt es eine generelle Regel: Aktive stecken die Tücher in die linke, Passive in die rechte Potasche der Hose. Es gibt verschiedene Tabellen von Hankycodes. Hier die geläufigsten Farben (Viel Spass beim Auseinanderhalten der Farben! :-) ):
|
|
|
Orange
|
alles geht
|
|
Weiss
|
Anfänger
|
|
Schwarz
|
harter SM
|
|
Grau
|
Bondage
|
|
Rose
|
Spanking
|
|
Violet
|
Piercing
|
|
Dunkelblau
|
Analsex
|
|

|
|
Hellblau
|
Oralverkehr
|
|
Rot
|
Fisting
|
|
Oliv
|
Militärspiele
|
|
Anthrazit
|
Gummifetisch
|
|
Senffarben
|
Foodfetisch
|
|
Gelb
|
Natursekt
|
|
Braun
|
Spiele mit Kot
|
|
|
- Anmerkung : Grafiken und Text © 1999 by Thomas von Andersartig
Hier nochmal unser Dankeschön für Deine hervorragende Arbeit ...
Ein sehr detailiertes und fundiertes Lexikon findet ihr bei Andersartig.net -Klick hier
|